Verantwortungsimpuls

Das Bild zeigt sogenannte Liebesschlösser. Paare, die sich entschieden haben, einen gemeinsamen Weg im Leben zu gehen, hängen diese Liebesschlösser gemeinsam auf als Symbol ihrer Liebe und ihrer gegenseitigen Verantwortung. Im Fall einer nachgelagerten Ehe drückt sich die gegenseitige Verantwortung auch in dem Bekenntnis "In guten und in schlechten Zeiten..." aus.

Auch andere Gemeinschaften (Familie, Freunde, Unternehmen, Arbeitskollegen, Mitarbeiter, Parteien, Religionsgemeinschaften, Wohnort, Vereine, Gewerkschaften, Genossenschaften, Organisationen etc.) funktionieren nach dem Prinzip einer Verantwortlichkeit für die Gemeinschaft und jeden Einzelnen, der sich in dieser Gemeinschaft befindet. Zumindest so lange, wie die zu Grunde liegenden Strukturen als gesund zu benennen sind.

Im Gegensatz zu jedem freiheitlich demokratischen Staat dieser Welt, der jeden Bürger gleich vor seinen staatlichen Instanzen behandeln muss (und das ist auch gut so!), gilt das aber meiner Meinung nach nicht für definierte Gruppen von Menschen in oben beschriebenen Beispielen.

Wenn wir einige oben angeführte Beispiele heraus greifen, so zeigt sich alleine in diesen Beispielen eine Absurdität und Verantwortungslosigkeit gegenüber der definierten Gruppe, wenn dieses Prinzip der Besonderheit von Gruppenmitgliedern in ein "Wir sind alle gleich und beliebig austauschbar!" verwandelt werden würde, was in der Realität auch nicht so ist.

Oder kennen Sie eine Familie mit Kindern, in denen sich Vater und Mutter bemühen, dass es fremden Kindern besser geht als den Eigenen?

Kennen Sie eine Religionsgemeinschaft, die fremde Religionsgemeinschaften oder Atheisten bevorzugt?

Kennen Sie Arbeitnehmer, die nicht für den Betrieb arbeiten, von dem sie ihr Gehalt erhalten, sondern für die Konkurrenz?

Kennen Sie Bürger einer kleinen Stadt oder eines kleinen Dorfes, die sich dafür einsetzen, dass es der Nachbarstadt oder dem Nachbardorf besser geht als dem Eigenen?

Kennen Sie Parteien, die ihren Mitgliedern empfehlen, am Wahltag für eine andere Partei zu stimmen?

Kennen Sie Unternehmer, die bei besonders gut laufenden Geschäften Arbeitnehmer des Konkurrenzbetriebs mit Sonderzahlungen bedenken und nicht die eigenen Arbeitnehmer?

Oder Gewerkschaften, die nicht mehr für ihre Mitglieder da sind, sondern für alle Menschen, die den Gewerkschaften nicht angehören?

Also ich nicht!

Daher komme ich zu dem logischen Schluss, dass ein Verantwortungsimpuls für eine definierte Gruppe von Menschen absolut unerlässlich ist, um die Struktur dieser Gruppe Aufrecht erhalten zu können und auch ein Gerechtigkeitsempfinden zu vermitteln.

Daher steht für mich der Bürger von Deutschland, wie bereits auf der Startseite angeklungen, im Mittelpunkt des Tuns, und zwar deshalb, weil ich selbst ein Teil dieser Gruppe bin.

Dieses Projekt startet also mit der Fokussierung auf Deutschland, einem definiertem Raum mit einer einheitlichen Sprache und einem weitgehend einheitlichem Rechtssystem.

Im Fall eines übergroßen Erfolgs dieser Idee lässt sich diese aber auch problemlos auf andere demokratische Staaten übertragen.